Monatswechsel-die Fahrkartenkontrollen nehmen zu. Notwendig aber unerwünscht. Ein für manche recht emotionales Thema:
Wenn dann der erforderliche Monatssticker fehlt, sind gleich ein paar € fällig. Von den in Gruppen auftretenden Kontrolleuren bekommt man dann einen “Strafzettel” verpasst und das Gefühl ein Kleinkrimineller zu sein (natürlich nur wenn man es zulässt). Wobei die in Gruppen auftretenden K´s auch nur ihrer Arbeit nachgehen-die in der Gesellschaft sicherlich ihren Zweck erfüllt.
Wenn man dann sozusagen vom Glück begünstigt wurde, darf man sich dann (meist am Folgetag) in eine Schlange von Menschen einordnen, die zum Monatswechsel keine Fahrkarte gekauft haben oder vergessen haben sie aufzukleben bzw. die aus Sicherheitsgründen das Portmonnaise ganz zu Hause liegen gelassen haben.
Hier geht es um den Fall von Frau X aus H. an der S.:
Frau X *musste darauf achten ihren Sticker für den Monat Juli auf der Abo-Karte noch rechtzeitig aufzukleben. Normalerweise funktionierte das immer sehr gut bei ihr.
Ende Juni standen jedoch zwischen ihr und dem Objekt der Begierde ein Berg Papier auf dem Schreibtisch und sie wusste nicht so recht wo sie suchen sollte- bei den üblichen Tatorten waren schon alle Spuren gesichert oder doch verwischt je nachdem…
Der 30. Juni-am abend direkt nach ihrer Arbeit hatte sie ein Gemeindetreffen, bei dem sie schon mehrmals aus arbeitstechnischen Gründen nicht teilnehmen konnte. Verpassen wollte sie es auf keinen Fall. Doch nach dem Abo-Sticker erst am nächsten Morgen zu suchen, war auch ihr zu riskant.
Sie hatte sich fast entschlossen das Treffen abzusagen, denn es gab noch viele andere liegengebliebene Arbeiten, die sie so in Verbindung damit hätte erledigen können. Und dann sagte sie sich-das Treffen ist wichtiger-Gott wird mir helfen diesen Fall zu lösen. Sie bat den Heiligen Geist ihr den Aufenthaltsort des Objektes zu zeigen. Das Treffen war eine wichtige und gesegnete Zeit für Frau X. Sie wurde sogar von jemanden mit einem Brot beschenkt-da sie keine Zeit zum Einkaufen gehabt hatte. Damit war diese Entscheidung zu ihrem Vorteil geworden. Als sie dann endlich spät abends zu Hause angekommen war, entschloß sie sich das Abo noch zu suchen. Der erste Griff in den nächstgelegenen Papierstapel war erfolgreich. Obwohl sie es zuerst optisch nicht erkennen konnte, stellte sich der Zettel als der Juli-Abo-Kartenaufkleber heraus-Praise and Glory be to God in the Highest.
KRIMI-FASZIT:
Wenn auch sie den Prioritäten Gottes folgen, wird seine Gunst über allem anderen sein, was zu ihren täglichen Belangen gehört. Fälle werden erledigt sein.
Für Frau X war in diesem Fall die Sache erledigt. Akte geschlossen.
*Frau X kann hier aus Personenschutzgründen nicht namentlich genannt werden
(Ähnlichkeiten zu lebenden Personen ihrer Wahl anpassungsfähig und möglich)








2 comments
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July 3, 2008 at 5:48 am
Alexander Guzewicz
Der Autor Alexander Guzewicz hat mich persönlich mit seinem jüngst erschienenen Krimi sehr gefesselt. Er greift darin das Thema der ewigen Jugend auf. Wer hat nicht auch schon einmal darüber nachgedacht zu einem der Ärzte zu gehen welche einem dieses versprechen. Ein Mord in Berlin ist geschehen, ein Mord wie in jedem Krimi. Jedoch je weiter man dieses Buch ließt desto mehr fesseln einen die Umstände der beschriebenen Charaktäre.
Alles was zählt ist das gute Aussehen. So kommt es nicht selten vor das junge Menschen gegen ihren Willen gefangen werden um ihr Gehirn in einen alten Körper zu transplantieren, so dass der junge Körper für einen gut zahlenden älteren Menschen frei wird. Doch wer kann und wird diesem Warnsinn ein Ende setzen?
July 3, 2008 at 6:45 pm
antsche
Gei…. ähm… Genial!!! (wollt ich sagen)